Stiftungsausstellung

Evangelische Kirchengemeinde in Ginsheim
Neue Gemeindestiftung

Neue Gemeindestiftung in Ginsheim gegründet

Der Kirche sei es zu danken, dass sie „das Rechtsinstitut der Stiftung entwickelt hat“, erklärte die Stiftungsjuristin der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), Sabine Langmaack, auf der Gründungsveranstaltung der „Stiftung Evangelische Kirche in Ginsheim“ am 1. Oktober. „Über Jahrhunderte hinweg war die Kirche die einzige Institution, die aufgrund ihrer Seriosität und Dauerhaftigkeit dafür einstand, fremde Vermögen für einen guten Zweck so zu verwalten, dass regelmäßig nur die Erträge für den guten Zweck ausgegeben wurden.“

1.Beigeordneter Hans-Jürgen Müller lobte das Engagement der Evangelischen Kirchengemeinde. Sie leiste nicht nur den Kirchenmitgliedern, sondern allen Bürgern am Ort einen guten Dienst.

Der Präses des Dekanats, Dr. Egon Christ, freut sich darüber, dass jetzt schon zwei Gemeinden im Dekanat – Ginsheim und Bischofsheim – eine Gemeindestiftung errichtet haben. Zugleich gab er seiner Hoffnung Ausdruck, dass weitere Gemeinden dem guten Beispiel folgen mögen.

Pfarrer Herbert Olbrich, die treibende Kraft im Vorfeld der Stiftungsgründung, wie sein Kollege Wilfried Ritz betonte, führte den Stiftungsrat in sein Amt ein. Zu ihm gehören fünf Mitglieder des Kirchenvorstands sowie der Bürgermeister von Ginsheim-Gustavsburg, Richard von Neumann, und Jürgen Köhler, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Mainspitze.

Der Stiftungsrat hofft, dass im Gründungsjahr der Stiftung bis Erntedank 2007 200 Personen je 250 € für die Stiftung zusammenbringen, „damit sie einen guten Start hat“. Das Gründungskapital beträgt 640 000 €.

„Mit der Gründung Ihrer Stiftung haben Sie sich im Blick auf die finanzielle Entwicklung Ihrer Gemeinde hervorragend positioniert, hob Pfarrer Rüdiger Bieber, Beauftragter der gemeinsamen Stiftungsinitiative „stiften tut gut“ der EKHN sowie des Diakonischen Werks hervor. Nicht sparen, sparen, tot sparen sei für den Beschluss des Kirchenvorstands ausschlaggebend gewesen, „sondern der Mut zu einer Investition in die Zukunft“.

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