Stiftungsausstellung

AusstellungseröffnungNachhaltig helfen: „Stiften tut gut“

EKHN-Ausstellung zu Stiftungen in der Matthäuskirche Wiesbaden eröffnet

Die Stiftungsinitiative der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) hat am heutigen Sonntag (3. 8.).in der Wiesbadener Matthäuskirche eine Ausstellung zum Thema „Stiften tut gut“ eröffnet. Die Schau zeigt auf  30 Tafeln Beispiele erfolgreicher Stiftungsarbeit in der EKHN und will zum Stiften anregen. Kirchenvorstandsvorsitzender Eberhard Busch sagte, die Gemeinde habe selbst erst kürzlich eine Stiftung ins Leben gerufen. Bei einem Anfangsbestand von 10.000 Euro, sei das Stiftungskapital bereits auf 37.000 € angewachsen. „Wir glauben an die Zukunft dieser Gemeinde, ihren Bestand wollen wir sichern“, bekräftigte Busch, der auch Vorsitzender der Evangelischen Gesamtgemeinde in Wiesbaden ist.

Der Referatsleiter Fundraising, Sponsoring und Stiftungsmarketing in der Kirchenverwaltung in Darmstadt, Pfarrer Rüdiger Bieber, nannte die Ausstellung ein Zeugnis 600-jähriger Stiftungsgeschichte der Kirche. Viele Menschen könnten heute zu Stiftern werden und damit gesellschaftliche Anliegen selbst in die Hand nehmen, sogar über ihren Tod hinaus. In der Zeit seit 1945 hätten Bürger in Deutschland geschätzte 8-10 Billionen Euro privates Vermögen angesammelt. 129 kirchliche Stiftungen existierten auf dem Kirchengebiet der EKHN, die älteste 1417, das Hospital zu Biedenkopf. Allein 14 seien 2008 gegründet worden.  Bieber warb für das Stiften wegen dessen außerordentlicher Nachhaltigkeit. Als Beispiele erläuterte er mehrere Stiftungen, so die des Darmstädter Elisabethenstiftes gegr. 1857), des Hessischen Diakonievereins (2003), die Stiftung Für das Leben (1975), die Wiesbadener Stiftung Julius Rumpf, die jährlich einen Preis für Toleranz und Mitmenschlichkeit fördert, sowie die Stiftung einer Mainzer Kirchengemeinde „Brot und Fische“.

Zuvor hatte Bieber gemeinsam mit Regina Pfeiffer, einem Mitglied des Matthäus-Kirchenvorstandes ein Anspiel zum Besten gegeben, bei dem Frau Pfeiffer eine Stifterin aus dem 18. Jahrhundert spielte. 1732 hatte Wilhelmine von Schrautenbach, eine geborene Gräfin von Schlitz, eine Stiftung gegründet, die bis heute in Friedberg (Wetterau) Bedürftige evangelischer Konfession unterstützt.“ Ich wollte etwas Bleibendes hinterlassen, etwas, was den Armen hilft“, sagte die „Gründerin“ der Von Schrautenbach’ und Aktuar Nau’schen Stiftung, die in der Folge ein Waisenhaus, eine Verlag und eine Apotheke betrieb.

[Dr. Roger Töpelmann, Evangelische Öffentlichkeitsarbeit EKHN Süd-Nassau/ Dekanat Wiesbaden]

EKHN-Ausstellung zu Stiftungen in der Matthäuskirche Wiesbaden


Die Stiftungsinitiative der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) eröffnet am Sonntag, 3. August 2008, 11.00 Uhr, in der Wiesbadener Matthäuskirche eine Ausstellung zum Thema „Stiften tut gut“, bei der 30 kirchliche oder diakonische Stiftungen ihren Besuchern ein informatives und emotionales Erleben aus 600 Jahren Stiftungsgeschichte bieten wollen. In finanziell schwierigen Zeiten setzen auch Experten der Kirchen zunehmend auf Stiftungen. Richtig geführt, können diese den Gemeinden und Einrichtungen das Überleben sichern und den Weg in die Zukunft erheblich erleichtern. Allein in Deutschland steigt die Zahl der neu errichteten Stiftungen stetig an.  Heute werden schon drei rechtlich selbstständige Stiftungen pro Tag neu gegründet. Bereits im Jahr 2010 sollen es täglich fünf neue sein. Die Schau in der Daimlerstrasse 15 ist bis zum 14. August von Montag bis Freitag jeweils von 15.00 -19.00 Uhr geöffnet.  Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft des Kirchenpräsidenten der EKHN, Prof. Dr. Peter Steinacker.

 „Stiftungen bieten die einzigartige Möglichkeit, langfristig Gutes zu tun – weit über das eigene Leben hinaus“, erklärt der Projektleiter der Stiftungsinitiative der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Pfarrer Rüdiger Bieber (Darmstadt). Er möchte den Bürgern mit der Ausstellung „das fremde Wesen Stiftung“ näher bringen und das öffentliche Interesse noch stärker auf diese Form der Wohltätigkeitsarbeit lenken.

Die Stiftungen werden zu einem Großteil von Privatpersonen errichtet, die ihr Erbe oder einen Teil ihres Vermögens für soziale Zwecke einsetzen wollen. Auf diese Weise können in Deutschland heute jedes Jahr Milliardenbeträge in zweistelliger Höhe für gemeinnützige Zwecke bereit gestellt werden. Stiftungen erfüllen also wichtige gesellschaftspolitische Aufgaben und sind unverzichtbare Bausteine innerhalb der Gesellschaft.

Am Dienstag, 5.8., 19.30 Uhr hält die Fachanwältin für Steuerrecht, Annerose Warttinger einen Vortrag „Ich mache ein Testament“, der Stiftungsaspekte berücksichtigt.

Am Sonntag, 10. August, veranstaltet die Matthäusgemeinde um 10.00 Uhr einen Festgottesdienst zum Thema „Stiften tut gut“ mit Propst Dr. Sigurd Rink und den Pfarrern der Gemeinde Jutta und Volker Weinmann.

Weitere Informationen stehen Im Internet unter www.echt-online.de bereit.

traeger www.ekhn.de www.dwhn.de